Vom 21. bis zum 25.04.2011 weilte eine kleine Delegation aus Berliner Basketballspielern in Prag. In diesem Jahr wollten die zweitjüngsten Kaderspieler/innen des BBV (Jahrgang 1999) ihre ersten gemeinsamen Erfahrungen auf dem internationalen Basketballboden sammeln.
Mädchen
Bereits im Vorfeld kam es leider noch zu kurzfristigen „Umbauten“ in der Mannschaft, aber dankenswerter Weise sprangen Spielerinnen des Jahrgangs 2000 ein und vervollständigten das Team. In einer 7er-Gruppe wurde im Modus „Jeder gegen Jeden“ das Turnier gespielt.
Der Spielplan sorgte vor allem am Freitag für ein kräftezerrendes Programm: Drei Spiele galt es zu absolvieren. Am Ende des Tages standen zwei knappe Siege und eine Niederlage (gegen den späteren Turniersieger) auf der Habenseite. Am Samstag war nur ein Spiel angesetzt. Nach einem sehr knappen Erfolg ging es in die Stadt zur Besichtigung einiger Prager Sehenswürdigkeiten. Sonntag folgten die letzten beiden Begegnungen. Nach einem recht deutlichen Sieg gegen die ersten Gegnerinnen verloren die Berlinerinnen das Spiel um Platz 2 nach großem Kampf mit 9 Punkten und die Spielerinnen der weiblichen 99er-BBV-Auswahl beendeten das Turnier auf einem guten 3. Platz.
Resümierend lässt sich feststellen, dass wir sowohl im technischen Bereich (Ballhandling, Passverhalten, Stabilität Korbabschluss) Unsicherheiten offenbarten, vor allem aber in der robusteren, aggressiveren und schnelleren Spielweisen der osteuropäischen Mannschaften der größte Unterschied zu unserem Spiel bestand. Die ersten Spiele benötigten unsere Mädchen, um sich an diese Gangart zu gewöhnen und die kontaktreichere Linie der Schiedsrichter zu akzeptieren. Im Laufe des Turniers entwickelten wir aber einige Gewohnheiten zum Schutze des Balles und erhöhten die Schmerzschwelle im Umgang mit Kontakten.
Folgende Spielerinnen vertraten die Farben Berlins in Prag: Mouna Vierhuve, Lisa Vierhuve (beide TSV 1860 Spandau), Antonia Schuhmann, Friederike Stuht, Maike Spieweg, Maya Lammert (wurde leider in Prag krank – gute Besserung!) und Ellen Schick (alle TuS Lichterfelde), Mira Khan und Nyara Sabally (beide DBC Berlin), Luca Mairose (VfL Lichtenrade/BBS) und Katharina Thom (BG 2000 Berlin)
Jungen
Die Jungen hatten einen guten Spielplan erwischt: Ein Spiel am Freitag, je zwei am Samstag und Sonntag und 1 Platzierungsspiel am Montag stellten den spielerischen Rahmen. Den Gegnern in den ersten vier Spielen der Gruppenphase waren die Berliner Jungen sowohl technisch als auch vom Intensitätsniveau deutlich unterlegen. Nach vier klaren Siegen kam es somit zum „Endspiel“ um den ersten Gruppenplatz gegen die serbische Mannschaft Cerak. Im bis dato und letztlich auch im ganzen Turnier besten Spiel unsererseits gewannen die Jungen mit vielen erfolgreichen Schnellangriffen und konsequenten Abschlüssen im Spiel 1-1 verdient mit 80:56.
Leider konnten die Berliner Spieler an diese Leistung im Finale am Montag nicht anknüpfen. Übernervosität sorgte für viele technische Fehler, mangelnde Einstellung bzw. Konsequenz in der Verteidigung verhalfen dem Gegner zu vielen einfachen Korblegern sowie zahlreichen Offensivrebounds und gegen die kompakte Defense von Radom trafen die Jungen viele schlechte Entscheidungen. Am Ende stand aus BBV–Sicht ein 38:42 auf dem Spielberichtsbogen. Der 2. Platz ist trotzdem ein gutes Resultat, jetzt gilt es die gesammelten Erfahrungen in den Lernerfolgs- und Leistungsentwicklungsprozess zu integrieren.
Die männliche Berliner Delegation bestand aus: Leon Löbig und Maurice Lünstroth (beide BBS), Emil Zerkowitz, Sebastian Hugo und Nico Ehorn (alle TuS Lichterfelde), Badu Buck (DBV Charlottenburg), Felix Poklekowski und Lennart Zumbusch (DBV Charlottenburg/TC 69 Berlin), Aron Amao, Toni Teucher und Lucas Bemfert (VfL Lichtenrade), Jasper von Jarmersted (BG Zehlendorf)
Betreut wurden die Gruppe in Prag von Verbandstrainer Stephan McCollister und Landestrainer Heiko Czach.
Gratulation nochmals an alle Delegationsmitglieder und danke an die Eltern für die tolle Unterstützung!
Heiko Czach (Landestrainer)
Infolink


Zitieren