Marvin Omuwvie (Basketball Berlin Süd/TuS Lichterfelde), Paul Giese (DBV Charlottenburg, früher TSV Spandau 1860), Thabo Paul (DBV Charlottenburg) und Elijah Edgehill (Berlin Tiger Kreuzberg), Deutsche Streetbasketballmeister 2010 (Jg. 1997/98), sind bei den "World Children's Games" die einzigen Deutschen! Bei der riesigen Veranstaltung in Ankara treten 3.000 Teilnehmer aus 90 Ländern in 15 Sportarten an.
Unterdessen ging das Turnier los, hier die Berichte der ersten Spieltage des 16-Nationen-Turniers im neuen Format FIBA33.
Nach dem ersten sehr harten Spiel vs. Libanon, das nach anfänglicher Nervosität mit sehr starker Verteidigung in der zweiten Halbzeit (etwas zu hoch) mit 27-7 gewonnen wurde (Giese 14 Punkte, Omuvwie 8 Punkte), ging es abends nach einer Sightseeing-Tour durch Ankara zu Eröffnungsveranstaltung der Children's World Games in die Sportarena von Ankara, die zur letzten Basketball-WM der Herren neu fertig gestellt wurde. Vor 11.000 Zuschauern, den 3.000 Teilnehmern und der türkischen politischen Elite mit Premierminister Erdoğan an der Spitze fand eine spektakuläre und abwechslungsreiche zweistündige Show statt.
Der zweite Tag des Turniers begann mit einem hart erkämpften Sieg gegen die größte Mannschaft des Turniers aus Mali. Mit einer Größe von 1,94 - 2,01 - 2,04 und 2,08 waren die 14-Jährigen aus Afrika ihren deutschen Gegnern aus Berlin schon weit überlegen und sind die "längste" Mannschaft beim Turnier.Der größte Deutsche (Marvin Omuwvie - Foto) war so groß wie der gegnerische Aufbau! Mit großer Aggressivität glichen die kleinen, aber bissigen Berliner ihren Größennachteil aus und konnten sich spielentscheidend wiederum in der zweiten Halbzeit absetzen und siegten am Ende mit 26-17 (Omuwvie 13, Giese, Edegehill 6). Nun ging es gegen die stärkste Mannschaft der Gruppe A, den Gastgeber Türkei. Gegen diese wiederum körperlich stark überlegenen Gegner und die 300 enthusiastischen Zuschauer hielten die deutschen Jungs das Spiel in der ersten Halbzeit ausgeglichen. Nach der Pause jedoch verließen die Spielern um Kapitän Edgehill die Kräfte und Nerven, und so verloren sie am Ende klar mit 17-28. Abends folgte nun dann schnell das vierte Turnierspiel gegen England. Entkräftet von den beiden hart umkämpften Spielen des Tages verloren die Berliner Jungs nun klar und verdient mit 13-26 (Omuwvie 7, Edgehill 6).
Das hohe athletische Niveau fordert Tribut bei der technisch und spielerisch sehr guten, jedoch eben körperlich international sehr schwachen deutschen Mannschaft aus Berlin. Es gilt nun, sich zu erholen und bei den noch ausstehenden drei Spielen am letzten Vorrundenspieltag vs. Weißrussland, Estland und die Vereinigten Arabischen Emirate sich eine gute Ausgangsbasis zu schaffen für die danach beginnenden Play-offs!
Robert Bauer (Landestrainer & Trainer DBB)
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