21. – 23.01.11 | Landesauswahlturnier (Jg. 1997) in Steinbach
Traditionell nimmt der BBV mit seinen Auswahlmannschaften am Landesauswahlturnier des Baden-Württembergischen Basketballverbandes im Anfangsmonat jeden Jahres Teil. In diesem Jahr fuhren die weiblichen und männlichen Kaderspieler/innen des Jahrgangs 1997 in die Sportschule Steinbach.
Bei den Jungen ergänzten die Verbandsmannschaften aus Bayern, Baden-Württemberg (BBW), Rheinland-Pfalz/Saarland und des Westdeutschen Basketballverband (WBV) das Teilnehmerfeld. Die Mädchen hatten die Teams aus der Spielgemeinschaft Südwest (Baden-Württemberg/Rheinland-Pfalz/Saarland), Hessen, Bayern und dem WBV als Gegner.
Kurzbericht Jungen
Die Jungen konnten leider aus Verletzungs- bzw. Krankheitsgründen nicht in der stärksten Besetzung fahren, hatten sich aber trotzdem hohe Ziele gesteckt.
Leider konnten im ersten Spiel am Freitag gegen die Mannschaft aus BBW nicht die notwendige Intensität und Aggressivität gezeigt werden, die für ein enges, gutes Spiel notwendig gewesen wäre. So kam BBW mit konsequentem Fastbreak und starkem 1-1 zu einem letztlich ungefährdeten Sieg mit 17 Punkten Differenz.
Am samstäglichen Vormittag folgte das Spiel gegen die SG Rheinlandpfalz/Saarland. Leider wiederholten sich viele Punkte aus dem Spiel am Freitag. Die Berliner Jungen verloren 46:49, wobei ein Spieler der SG 35 Punkte erzielte. Diese Inkonsequenz in der Defense spiegelte sich zudem in den 38!! zugesprochenen Freiwürfen für die Gegner und im verlorenen Reboundduell wieder.
Im zweiten Spiel des Tages ging es gegen die Mannschaft aus Bayern. Endlich konnte die Intensität in der Verteidigung auf ein intensives Level gehoben werden, die körperlichen Nachteile auf den großen Positionen konnten aber nicht gänzlich kompensiert werden. Offensiv ließen die Berliner Spieler zu viele einfache Korbleger ungenutzt, so dass viele Ballgewinne durch Druck am Ball oder Deny unbelohnt blieben. So stand es am Ende aus Sicht der Berliner 41:51.
Im letzten Spiel des Turnieres ging es am Sonntag gegen die Auswahl des WBV. Gegen die ebenfalls körperliche überlegenen „Westdeutschen“ konnte durch intensive, aggressive und sehr konzentrierte 1-1 und Teamdefense der erste Turniersieg gelingen. Offensiv gelungenes Passspiel und konzentrierte, überlegte Aktionen sowie eine deutliche Minimierung der Turnovers sorgten für einen 56:54 Erfolg.
Der Abschluss des Turnieres war also versöhnlich, über den gesamten Turnierverlauf betrachtet waren die Leistungen aber eher enttäuschend, blieben doch viele Spieler deutlich unter dem erwarteten Niveau.
Die Berliner Mannschaft wurde gebildet aus Elijah Edghill (Berlin Tiger Kreuzberg), Felix Carells (VfB Hermsdorf), Jacob Knauf und Moritz Wagner (beide ALBA Berlin), Thabo Paul (DBV Charlottenburg), Tim Schneider (RSV Eintracht), Oguz Kilic (RSV Eintracht/vorher VfL Lichtenrade), Julius Düring, Henrik Baumann, Heiko Ekrutt, Marko Krstanovic und Tom Gewald (alle TuS Lichterfelde).
Betreut wurden die Jungen von Landestrainer Robert Bauer und Verbandstrainer Ingo Lösche.
Kurzbericht Mädchen
Nach der Anreise am Freitag ging es am Abend noch gegen die SG Südwest. Man merkte den Mädchen den langen Tag an, viele Konzentrationslücken und mangelnde Entschlossenheit in der Verteidigung sorgten für ein ständiges Auf und Ab im Spiel. Eine kurze starke Phase in der zweiten Halbzeit sorgte schließlich für die Entscheidung, am Ende gewannen die Berliner Spielerinnen mit 56:49.
Im ersten Spiel am Samstag ging es gegen die Mädchen aus Bayern. Diese hatten in den Spielen zuvor gegen die SG Süd und gegen die Hessen deutliche Niederlagen einstecken müssen. In der Besprechung mussten wohl deutliche Worte gefunden worden sein, denn gegen die Berliner Mannschaft präsentierten sich die Bayern hochmotiviert und sehr intensiv. Davon ließen sich die Berliner Mädchen am Anfang des Spiels beeindrucken und liefen sehr oft den Aktionen der Gegnerinnen nur hinterher. Mit zunehmender Spielzeit fanden die Berlinerinnen aber immer mehr ihren Spielrhythmus, erhöhten auch ihrerseits den Druck in der Verteidigung, so dass am Ende ein 46:33 Erfolg verbucht werden konnte.
Am Abend folgte noch das Spiel gegen das Team aus dem WBV. Von beiden Seiten wurden sofort viel Intensität und Emotionen ins Spiel gebracht. In der ersten Halbzeit entwickelte sich ein sehr ausgeglichenes Spiel. Beide Seiten gingen ein hohes Tempo, so dass viele Punkte aus dem erfolgreichen Fastbreak resultierten. In der zweiten Halbzeit spielten die Berlinerinnen auf diesem intensiven Niveau weiter, wogegen sich die Fehlerquote bei den Spielerinnen aus dem WBV erhöhte. Daraus folgend setzte sich die Berliner Mannschaft Punkt für Punkt ab und siegte am Ende recht deutlich mit 52:36.
Am Sonntag hieß der Gegner im abschließenden Spiel Hessen, die auch alle vorherigen Spiele gewinnen konnten. So ließ der Spielplan einen Hauch von Finalstimmung aufkommen. Auf beiden Seiten waren Spielerinnen abgereist. Aus Berlin fuhren Patricia Brossmann und Lucie Kuntz bereits am samstäglichen Abend zu ihrer WNBL Mannschaft in den Ruhrpott. Der starting guard der Hessinnen reiste am Sonntag früh zu einer schulischen Pflichtfahrt ab. Dies bedeute für beide Seiten eine Ungewissheit bezüglich der Kompensation dieser Ausfälle. Das Spiel war über die gesamte Zeit eng und beide Mannschaften mobilisierten nochmals die letzten Kräfte. Ein bis zwei etwas bessere Entscheidungen am Ende des Spiels und 3 getroffene Freiwürfe sicherten den Berliner Mädchen einen 45:42 Erfolg.
Somit kann natürlich ein positives Gesamtfazit gezogen werden, es wurde in vielen Spielsituationen jedoch auch noch ein deutliches Optimierungspotenzial offenbart.
Folgende Mädchen trugen die Berliner Farben in Steinbach: Satou Sabally (DBC Berlin), Jenny Harder (Berlin Baskets), Malia Hinz und „Kiki“ Teelen (VfB Hermsdorf), Julika Grüner (BG Zehlendorf), Patricia Brossmann (BG Zehlendorf/BG 2000), Mandy Kruschak (Marzahn Dragons), Katharina Haddad, Sophie Link, Sina Kafka, Lena Stuht (alle TuS Lichterfelde) und Lucie Kuntz (BG 2000).
Als Betreuer fungierten in Steinbach Landestrainer Heiko Czach und Verbandstrainerin Kathrin Homann. Vervollständigt wurde das Betreuerteam der Mädchen und Jungen durch Physiotherapeutin Andrea Borchers, die sich um das physische Wohl der Spieler/innen kümmerte.
Heiko Czach (Landestrainer)
Geändert von BBV-Geschäftsstelle (25.01.2011 um 10:11 Uhr)